Pressemitteilung: Ludwigsburger Kreiszeitung

Mit Ammoniak und Eiskristallen bleibt Firma Eckert auf der Erfolgsspur

Markgröninger Unternehmen hat sich durch zahlreiche Innovationen zum führenden Anbieter von kältetechnischen Anlagen entwickelt. Dank innovativer Technik, verbunden mit langjähriger Erfahrung, hat sich die Kälte Eckert GmbH in Markgröningen zum führenden Anbieter umweltfreundlicher Kälteanlagen entwickelt und ist in 40 Jahren vom Einmannbetrieb zu einem Unternehmen mit 40 Mitarbeitern avanciert. Kälte Eckert plant und installiert Kälteanlagen in jeder Größe mit unterschiedlichen Technologien. „Waren früher die Montage und Wartung von kältetechnischen Anlagen unser Schwerpunkt, kommt heute auch der Entwicklung ein gewichtiger Anteil zu“, erklärt Michael Eckert, der zusammen mit seinem Bruder Holger Geschäftsführer des Unternehmens ist. Spezialität ist dabei die Realisierung von wirtschaftlichen und umweltschonenden Anlagen durch die Verwendung natürlicher und umweltschonender Kältemittel und -träger.

Vor allem in der sogenannten Gewerbekälte, das heißt mit kältetechnischen Anlagen für Supermärkte, Großküchen und Verpflegungsbetriebe, hat sich Kälte Eckert einen Namen gemacht. Als erste Firma überhaupt entwickelten die Kältespezialisten in den 90er-Jahren, als Umweltverschmutzung durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) mehr und mehr zum Thema wurde, eine Ammoniakanlage für Gewerbekälte. „Bis zu jener Zeit war Ammoniak nur aus der Industriekälte bekannt“, hebt Michael Eckert die Innovation hervor. Der Einsatz des Gases bedeutete den Durchbruch, zumal Halb-FCKW in Deutschland zwar noch verwendet werden dürfen, in Skandinavien und Luxemburg jedoch nicht mehr. Das Beneluxland entwickelte sich somit neben Stuttgart und München zum wichtigsten Vertriebsziel.

„Eine noch schärfere Gesetzgebung in der Umwelttechnik wäre auch in Deutschland angebracht“, fordert Michael Eckert. Die Entwicklung neuer Kälteträger bleibt mit Ammoniak aber nicht stehen. Derzeit hat das Unternehmen eine Anlage im Versuch, die vor allem für das „Cook-and-Chill-Verfahren“, bei dem Speisen vorgegart („cook“) und anschließend schnell gekühlt („chill“) werden, den Durchbruch bedeuten könnte. „Statt Flüssigkeit wird als Kältemittel das sogenannte Flo-Ice, sprich: Eiskristalle in einer Wasserlösung, verwendet. Da sich Eiskristalle nicht so schnell erwärmen, wird der Bakterienbildung vorgebeugt“, weiß Michael Eckert. Dank der ständigen Entwicklung von neuen Technologien hat sich Kälte Eckert in 40 Jahren vom Einmannbetrieb Horst Eckert zu einem Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern gemausert.

„Wir haben das Know-how eigener Fachleute, die für uns entwickeln, gepaart mit Erfahrung, direkt im Haus“, betont Eckert. Auch die Ausbildung spielt dabei eine gewichtige Rolle: 12 junge Menschen werden derzeit zum Kälteanlagenbauer ausgebildet. „Wir bauen eigene Leute auf, denn wir werden weiter wachsen“, ist sich Michael Eckert sicher. Macht doch auch die Entwicklung vor der Industriekälte nicht halt. So liefert die Firma etwa Großkälteanlagen zur Kühlung von Wasser und zur Klimatisierung von Büroräumen sowie Anlagen, die in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Auch Wartung und Instandsetzung sind nach wie vor ein Firmenstandbein. Die Fertigung und Produktion indes wurden nach Tschechien ausgelagert, wo die beiden Brüder 1995 die Firma „EM Polar“ gründeten.

Bei allem Erfolg kommt auch das soziale Engagement nicht zu kurz. So unterstützt Kälte Eckert den Verein STAR CARE, der sich für hilfsbedürftige Kinder einsetzt, sowie örtliche Vereine und den CVJM Möglingen. Und die Firma hat die Patenschaft für zwei Eisbären – natürlich! – in der Wilhelma übernommen.

Patricia Rapp Ludwigsburger Kreiszeitung, 17.10.2006

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